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Sonntag, 19. Februar 2017

Ministranten, die liturgisch etwas zu tragen haben - eine einfache Regel

Letztens in einer ungenannten Pfarrei:

Einzug mit 10 Ministranten.
4 Ministranten hatten die Dienste am Altar und nahmen die Plätze an den für sie bestimmten Sedilien ein.
Die anderen 6 Ministranten hatten schon zum Einzug Kerzen (Leuchter) in den Händen. Für sie gibt es im Altarraum keine Sedilien, so daß sie unten an den Stufen zum Altar stehen.

So weit, so normal.

Zur ersten Lesung allerdings drehten sich diese 6 Ministranten um und setzten sich auf die unterste Stufe (mitsamt der Leuchter in der Hand) und (Entschuldigung, mit fällt kein anderes Wort ein) glotzen während der Lesungen ins "Publikum". Ich hatte erwartet, daß sich diese Ministranten zu den Lesungen auf die unterste Stufe knien (so war es früher in der gleichen Gemeinde).

Vom ästhetischen Standpunkt gesehen wirkte es sehr störend und ablenkend. Würdig sah es auch nicht aus.

Desweiteren lassen sich die ca. 70 cm langen Leuchter (Beispielbild hier) nicht wirklich gut und schön zu beim Sitzen auf der untersten Treppenstufe halten. Stichwort: Rumgewackel.

Deshalb sei allen Ministranten (bzw. Liturgieverantwortlichen) eine einfache Regel ans Herz gelegt:


Wer was anderes als ein Gebetbuch in der Hand hat (z. B. Stab, Mitra, Weihrauchfaß, Schiffchen, Meßbuch, Kerzen) hat tunlichst nicht zu sitzen, auch wenn es alle anderen tun!


- Die angemessene Haltung wäre bei den Fackelträgern, wie oben schon erwähnt, auf der Stufe zu knien. Bei dieser Haltung blickt man als angenehmen Nebeneffekt auch in Richtung des Tabernakel (was immer besser ist als dem Herrn den Rücken zuzuwenden).
Als Kerzenträger war die einfache Regel früher bei uns: wenn das Volk sitzt, dann knien wir; außer zur Predigt, dann dürfen wir sitzen. Und wenn alle knien, dann knien wir auch.

- Stab- und Mitraträger (Signiferi) bei Pontifikalämtern stehen immer sobald sie die Insignien in Händen halten. Bei der Predigt (wenn der Bischof die Insignien hat) können sie sitzen. Auch beim Hochgebet stehen sie.

- Der Weihrauchdienst (Turiferar und Navicular) steht während des Wortgottesdienstes und kniet zum Hochgebet. Sie können sitzen, wenn Weihrauchfaß und Schiffchen zwischenzeitlich in der Sakristei deponiert werden (z. B. zur Predigt).

- Der Kreuzträger und die Träger von Bannern und Fahnen sitzen NIE, wenn sie Kreuz und Banner in den Händen halten. Gleiches gilt für die flankierende Begleitung auch wenn sie nichts trägt.

Ein kleiner Hinweis noch für Fahnenabordnungen zum Fronleichnamszug: Bei den Statio-Altären stellt man sich immer so auf, daß man zum eucharistischen Herrn guckt und ihm nicht den Rücken zuwendet.

Freitag, 7. Oktober 2016

Introibo - Die App

Leider ist die App nicht von uns. Wir heißen nur gleich.

Die App ist von "Una Voce Pittsburgh" und ist eine Übungs-App für die Ministranten der außerordenlichen Form des Römischen Ritus. Sie ist kostenlos im App-Store erhältlich (momentan nur unter iOS).

Sie will beim Auswendiglernen der vom Ministranten zu sprechenden Texte (Textfassung mit Aussprachehilfen) und Üben (Tonfassung mit Priester und Ministrant) helfen. Außerdem gibt es einen Test, wo man nur die Stimme des Priesters hört und antworten muß.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die für den englischsprachigen Ministranten ausgelegte phonetische Hilfe: "Ahd DAY-oom quee lay-TEE-fee-cott yoo-ven-TOO-tem MAY-ahm."

Yo!



 Der App Store Link: HIER!

UPDATE: Die App ist nur für das iPad vorhanden. iPhone/iPodTouch Benutzer finden die App nicht im App Store.

Dienstag, 12. April 2016

Neulich vor der Sakristei......




HT an die Künstlerin Jehanne Petiau (bitte alle mal ihre Seite besuchen) und an
Shawn Tribe.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Die heiligen Dreikönige kommen zu Früh!

Auch dieses Jahr kamen die heiligen Dreikönige wieder zu Früh!

Fast wären sie an uns vorbeigelaufen, hätte @_derHeidi_ sich geopfert und sie zu uns hereingezerrt eingeladen.

Leider war die Kamera Batterie zufällig mal wieder leer, so daß wir dieses Jahr den gesamten Vortrag nicht dokumentieren können.

Wie bedanken uns bei den anwesenden Eltern, die die Erlaubnis gegeben haben die Filme hier zu veröffentlichen (wir freuen uns über Kommentare unten im Kommentarbereich).

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Mittwoch, 15. Juli 2015

Weibliche Ministranten


 Eine Diskussion in Oberbayern und beim Predigtgärtner

MITREDEN!


Montag, 4. Mai 2015

Blogger Diakonenweihe

Klemens von "Benedicte Deus" ist vor einer Woche zum Diakon geweiht worden.

Und jetzt bitte alle schnell rüber zum gratulieren!

Aber vorher, bin ich mir sicher, stoppen alle hier beim Lesen und beten für ihn ein "Vater unser" und ein "Gegrüßet seist Du Maria"!


http://benedicitedeus.blogspot.com/2015/05/heute-vor-sechs-jahren-und-heute-vor.html

Mittwoch, 7. Januar 2015

#3kbT15 Post 2 - Das Video: "Die heiligen Dreikönige kommen wie jedes Jahr zu Früh"


Wie im letzten Jahr kamen auch dieses Jahr die sechs heiligen Dreikönige zu Früh.

Beziehungsweise: sie wurden von uns (OK: von der Lauda) da reingezerrt und haben es nicht bereut. Sie waren im gesamten Lokal eine knappe halbe Stunde (MINDESTENS!) beschäftigt. :-)



Das Video darf hier mit Erlaubnis der begleitenden Eltern gezeigt werden, die wir an dieser Stelle herzlich Grüßen und dafür danken. Hoffentlich konntet ihr die Blogadresse, die ich auf den Bierdeckel gekritzelt habe, lesen. Trotz meiner grauenvollen Handschrift.

Freitag, 20. Juni 2014

Celebrating Bunnies


Da müssen einem die Hasen zeigen, wie ministrieren geht:



Und da es irgendwie verloren gegangen ist, hier noch mal:



Donnerstag, 14. November 2013

Gefaltete Hände in Anwesenheit des hl. Vaters

Sollte man als Ministrant irgendwann mal zu der Ehre kommen beim hl. Vater ministrieren zu dürfen muß man sich scheinbar heutzutage vorher selbst fragen, ob mal sich wirklich anstrengen sollte alles richtig zu machen.

Dem Ministranten ab 0:43 war bestimmt vorher nicht klar, daß die korrekte Haltung seiner gefalteten Hände Papst Franziskus zu einem Scherz inspirieren würde.


Wobei auch für Päpste gilt: "Gut gemeint" ist nicht immer "gut gemacht". Scherze fallen glücklicherweise nicht unter das Unfehlbarkeitsdogma.

Donnerstag, 19. September 2013

Freitag, 3. Mai 2013

Ein Fundstück

Das Stufengebet und die Antworten  – mit Rubriken.
Wer nicht ganz sicher ist, kann sich das
in kleiner sogar noch als Spickzettel ausdrucken.

die Antworten sind übrigens durchaus auch für das lateinische Hochamt
in der ordentlichen Form nützlich

Mittwoch, 30. Januar 2013

Eine einzige Stunde in den Vorhöfen deines Heiligtums – der Dienst des Ministranten

Ministranten in der Osternacht beim Exsultet
Eine einzige Stunde in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere. – Den Ministranten einen kurzen geistlichen Impuls zum Thema Dienst zu geben, darum hat man mich neulich gebeten. Auch wenn solche Anfrage natürlich freut, war es doch in gewisser Weise Neuland für mich – eine Andacht vorbereiten ist noch was anderes, einen Blogbeitrag schreiben vielleicht auch, weil die oft spontan entstehen und ich sie auch nicht in der Ministrantenstunde vortrage ;).

Da es danach ein positives Feedback gab, dachte ich, ich stelle einfach einmal, was dabei herausgekommen ist:
Wie liebenswert ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen! Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn. Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, ihm, dem lebendigen Gott. Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben. Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir, wenn sie sich zur Wallfahrt rüsten. Ziehen sie durch das trostlose Tal, wird es für sie zum Quellgrund und Frühregen hüllt es in Segen. Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft; dann schauen sie Gott auf dem Zion. Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere. (aus Ps. 84)
Der Altarraum einer Kirche bei der Heiligen Messe ist Abbild einer übernatürlichen Wirklichkeit. Unser irdischer Gottesdienst widerspiegelt den himmlischen, was sich in der Heiligen Messe vollzieht, ist eine Art Nachhall des Himmlischen. Dort vollzieht sich die Anbetung des Lammes in einem einzigen zeitlosen und ewigen Lobgesang. Dort sind die Heiligen und Engel um das Lamm Gottes versammelt und die Engel rufen unentwegt Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt. An diesem Ort, dem himmlischen Jerusalem, gibt es weder Sonne noch Mond noch Sterne, denn Jesus Christus selbst ist sein Licht. Der Altar hier im Altarraum ist ein Abbild des Altares im Himmel, der Priester ein Abbild Christi. Dem Herrn so nah zu sein und ihm zu dienen, erinnert an diesen Lobgesang und Dienst der Engel.

Erste Anklänge an den Dienst des Ministranten finden wir im Evangelium bei der Hochzeit von Kana, dem ersten Wunder des öffentlichen Wirkens Jesu: Jesus läßt die Krüge von den Dienern mit Wasser füllen, bevor er sein erstes Zeichen wirkt, von dem es heißt, daß er dabei seine Herrlichkeit offenbarte. Ich glaube, daß es bedeutsam ist, daß Jesus bei diesem ersten Wunder Wasser in Wein verwandelt, die eucharistische Gestalt, die das kostbare Blut ist, mit dem er uns erlöst und von der Sünde reingewaschen hat.  In der Tat spricht Jesus Christus selbst von sich als dem, der gekommen ist, zum zu dienen.

Dein heiliger Engel trage diese Opfergabe auf deinen himmlischen Altar vor deine göttliche Herrlichkeit; und wenn wir durch unsere Teilnahme am Altar den heiligen Leib und das Blut deines Sohnes empfangen, erfülle uns mit aller Gnade und allem Segen des Himmels, beten wir im ersten Hochgebet. Ich finde diese Stelle besonders schön, vielleicht, weil ich mir das einfach bildlich vorstelle.

Der Dienst bei der Heiligen Messe erfüllt uns mit aller Gnade und allem Segen des Himmels. Niemals kommen wir in unserem irdischen Leben Christus näher als beim Empfang der Heiligen Kommunion in der Messe und als Meßdiener sind wir ganz nah beim Altar, ganz nah bei Christus selbst. In den Gestalten von Wein und Brot ist Christus wahrhaft gegenwärtig, zwar sehen wir nur die Gestalten, er ist aber da, wesenhaft ganz Gott und Mensch. Jeder Dienst und jede Handlung im Altarraum sollte diesem Gedanken und Mysterium Ausdruck geben: Gott selbst ist wahrhaft gegenwärtig. Von dieser Haltung der am Altar Dienenden kann für die Gläubigen eine tiefe Schönheit und Ruhe ausgehen und für den Altardiener selbst die Gewißheit, tatsächlich eine Stunde im Haus Gottes, in den Vorhöfen seines Heiligtums verbracht zu haben.

Sonntag, 20. Januar 2013

The Altar Server

Über Fr. Z. gibt es heute folgendes Fundstück:

Donnerstag, 10. Januar 2013

Ministrantendienst als Vorstufe zum klerikalen Dienst

Abt Martin Werlen macht Reformvorschläge.
Michael Gurtner erwidert.

Alles zu finden bei unserer Kollegin Frischer Wind - Ministranten ersetzen in der Liturgie fehlende Kleriker.

Das Tun beeinflusst das Denken und das Denken beeinflusst das Tun.