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Montag, 21. Februar 2022

FSSP: Dekret von Papst Franziskus, das den Gebrauch der liturgischen Bücher von 1962 bestätigt

 

Dekret von Papst Franziskus, das den Gebrauch der liturgischen Bücher von 1962 bestätigt

[hier]

DEKRET

Der Heilige Vater Franziskus gewährt allen und jedem Mitglied der Gesellschaft apostolischen Lebens „Bruderschaft St. Petrus“, die am 18. Juli 1988 gegründet und vom Heiligen Stuhl als „päpstlichen Rechts“ erklärt wurde, die Befugnis, das Messopfer zu feiern, die Sakramente und andere heilige Riten zu spenden und das Offizium zu verrichten, gemäß der jeweiligen Editio typica der liturgischen Bücher, die im Jahr 1962 in Kraft waren, d.h. dem Missale, dem Rituale, dem Pontifikale und dem Brevier.

Sie können von dieser Befugnis in ihren eigenen Kirchen und Oratorien Gebrauch machen; an anderen Orten jedoch nur mit Zustimmung des Ortsordinarius, außer für die privat gefeierte Messe.

Ungeachtet dessen empfiehlt der Heilige Vater, so weit wie möglich auch die Bestimmungen des Motu proprio Traditionis Custodes zu berücksichtigen.

Gegeben zu Rom, bei St. Peter, am 11. Februar, dem Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes, im Jahr 2022, dem neunten Jahr meines Pontifikats.

Franziskus

Donnerstag, 13. April 2017

Liturgische Selbstverständlichkeiten zum Triduum

Zur Erinnerung für das österliche Triduum ein paar Selbstverständlichkeiten, die eigentlich nicht der Erwähnug wert sind:
  • Die drei Gottesdienste "Messe vom letzten Abendmahl - Karfreitagsliturgie - Osternacht" sind liturgisch gesehen eigentlich nur ein Gottesdienst. Dies ist besonders daran zu erkennen, daß er mit dem liturgischen Kreuzzeichen am Gründonnerstag beginnt und mit dem Segen der Osternacht endet.
    • Die Gründonnerstagsmesse hat also keinen Schlußsegen.
    • Die Karfreitagsliturgie hat weder ein Kreuzzeichen zu Eröffnung, noch einen Segen zum Schluß. (2016 St. Marien Hohenlockstedt)
    • Die Osternacht beginnt ebenfalls ohne Kreuzzeichen am Anfang mit der Kerzenweihe.
      [Korrektur] Unverständlicherweise wird im Missale Romanum 2002 die Kerzenweihe mit dem Kreuzzeichen eröffnet. In früheren Versionen und in der außerordentlichen Form des römischen Ritus beginnt dieser erste Teil der Osternachtsfeier mit "Dominus vobiscum".
  • Am Gründonnerstag hat jegliches Instrument nach dem Gloria zu schweigen. Das Schweigen Endet zum Gloria in der Osternacht. Ebenso schweigen die Glocken.
    • Es ist also nicht statthaft, daß die Orgel nach dem Gloria normal weiterspielt (2007 St.Florin, Vaduz).
    • Ebensowenig ist ein Ersetzen der Orgel durch Gitarre, Akkordeon, Blockflöte u.ä. (2015 St. Ansgar, Itzehoe) angemessen.
    • Glocken während der Liturgie werden durch "Ratschen" ersetzt.
  • Die Messe vom letzten Abendmahl muß natürlich am Altar stattfinden.
    • Ein Ignorieren des Altares zugunsten einer in der Kirchenmitte aufgebauten Tafel (2014 Jesus Guter Hirt, Bad Bramsted) oder die Eucharistiefeier im Sitzen an Tischen im Erweiterungsraum der Kirche zu feiern, um das letzte Abendmahl nachzustellen (2015 Heilig Geist, Kaltenkirchen) ist der Würde des allerheiligsten Sakraments nicht angemessen.
  • Matzen aus dem Supermarkt sind schon wegen der Brechung und den Krümeln nicht für die Eucharistie geeignet. (2015 Heilig Geist,Kaltenkirchen)
    • Priester oder Diakon haben natürlich die Eucharistie zu spenden. Außerordentliche Kommunionspender sollten die Ausnahme bilden (z. B. bei Spendung unter beiderlei Gestalten).
  • Bei der Kommunionspendung unter beiderlei Gestalten ist zu beachten, daß das Selbst-Eintunken (Selbst-Tinktion) durch den Gläubigen verboten ist (siehe Instruktion Redemptionis Sacramentum).
    • Erlaubt ist, daß der Priester den Leib des Herrn in das Blut des Herrn eintaucht und die Eucharistie dem Gläubigen auf die Zunge spendet.
    • Ebenfalls ist ein getrennter Empfang von Leib und Blut erlaubt. Der Gläubige wird der Kelch gereicht und trinkt dann daraus.
  • Die Prostratio am Beginn der Karfreitagsliturgie wird nur von Bischöfen, Priestern und Diakonen vollzogen. (diverse Jahre, diverse Kirchen)
    • Der restliche liturgische Dienst macht keine Prostratio, sondern kniet während dieser Zeit.
  • Das Weihwasser ist nach dem Gloria der Gründonnerstagsmesse aus den Weihwasserbecken zu entfernen. Nach der Weihe des Osterwassers in der Osternacht sind die Weihwasserbecken damit zu befüllen.
  • Der Embolismus ist niemals auszulassen. (2017 St. Ansgar, Itzehoe).
    •  

[14.04.2017 Einige Erweiterungen und Korrekturen]

Samstag, 8. April 2017

An illustrated Guide to the Triduum

Zum Beginn der heiligen Woche eine kleine Erinnerung um was es beim Heiligen Triduum geht.

Quelle: https://focusoncampus.org/content/an-illustrated-guide-to-the-triduum





Sonntag, 19. Februar 2017

Ministranten, die liturgisch etwas zu tragen haben - eine einfache Regel

Letztens in einer ungenannten Pfarrei:

Einzug mit 10 Ministranten.
4 Ministranten hatten die Dienste am Altar und nahmen die Plätze an den für sie bestimmten Sedilien ein.
Die anderen 6 Ministranten hatten schon zum Einzug Kerzen (Leuchter) in den Händen. Für sie gibt es im Altarraum keine Sedilien, so daß sie unten an den Stufen zum Altar stehen.

So weit, so normal.

Zur ersten Lesung allerdings drehten sich diese 6 Ministranten um und setzten sich auf die unterste Stufe (mitsamt der Leuchter in der Hand) und (Entschuldigung, mit fällt kein anderes Wort ein) glotzen während der Lesungen ins "Publikum". Ich hatte erwartet, daß sich diese Ministranten zu den Lesungen auf die unterste Stufe knien (so war es früher in der gleichen Gemeinde).

Vom ästhetischen Standpunkt gesehen wirkte es sehr störend und ablenkend. Würdig sah es auch nicht aus.

Desweiteren lassen sich die ca. 70 cm langen Leuchter (Beispielbild hier) nicht wirklich gut und schön zu beim Sitzen auf der untersten Treppenstufe halten. Stichwort: Rumgewackel.

Deshalb sei allen Ministranten (bzw. Liturgieverantwortlichen) eine einfache Regel ans Herz gelegt:


Wer was anderes als ein Gebetbuch in der Hand hat (z. B. Stab, Mitra, Weihrauchfaß, Schiffchen, Meßbuch, Kerzen) hat tunlichst nicht zu sitzen, auch wenn es alle anderen tun!


- Die angemessene Haltung wäre bei den Fackelträgern, wie oben schon erwähnt, auf der Stufe zu knien. Bei dieser Haltung blickt man als angenehmen Nebeneffekt auch in Richtung des Tabernakel (was immer besser ist als dem Herrn den Rücken zuzuwenden).
Als Kerzenträger war die einfache Regel früher bei uns: wenn das Volk sitzt, dann knien wir; außer zur Predigt, dann dürfen wir sitzen. Und wenn alle knien, dann knien wir auch.

- Stab- und Mitraträger (Signiferi) bei Pontifikalämtern stehen immer sobald sie die Insignien in Händen halten. Bei der Predigt (wenn der Bischof die Insignien hat) können sie sitzen. Auch beim Hochgebet stehen sie.

- Der Weihrauchdienst (Turiferar und Navicular) steht während des Wortgottesdienstes und kniet zum Hochgebet. Sie können sitzen, wenn Weihrauchfaß und Schiffchen zwischenzeitlich in der Sakristei deponiert werden (z. B. zur Predigt).

- Der Kreuzträger und die Träger von Bannern und Fahnen sitzen NIE, wenn sie Kreuz und Banner in den Händen halten. Gleiches gilt für die flankierende Begleitung auch wenn sie nichts trägt.

Ein kleiner Hinweis noch für Fahnenabordnungen zum Fronleichnamszug: Bei den Statio-Altären stellt man sich immer so auf, daß man zum eucharistischen Herrn guckt und ihm nicht den Rücken zuwendet.

Freitag, 7. Oktober 2016

Introibo - Die App

Leider ist die App nicht von uns. Wir heißen nur gleich.

Die App ist von "Una Voce Pittsburgh" und ist eine Übungs-App für die Ministranten der außerordenlichen Form des Römischen Ritus. Sie ist kostenlos im App-Store erhältlich (momentan nur unter iOS).

Sie will beim Auswendiglernen der vom Ministranten zu sprechenden Texte (Textfassung mit Aussprachehilfen) und Üben (Tonfassung mit Priester und Ministrant) helfen. Außerdem gibt es einen Test, wo man nur die Stimme des Priesters hört und antworten muß.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die für den englischsprachigen Ministranten ausgelegte phonetische Hilfe: "Ahd DAY-oom quee lay-TEE-fee-cott yoo-ven-TOO-tem MAY-ahm."

Yo!



 Der App Store Link: HIER!

UPDATE: Die App ist nur für das iPad vorhanden. iPhone/iPodTouch Benutzer finden die App nicht im App Store.

Samstag, 10. Oktober 2015

Mein Fürbittbuch

Herr,

Bitte gebe dem Ortspastor meines Feriendomizils den Mut:

- die Worte "Evangelium" und "Jünger" zu sagen (statt "Frohe Botschaft" und "Freunde"),

- das Hochgebet so zu beten, wie unsere hl. Mutter Kirche es vorsieht, ohne Ausschmückungen wie "auf unserer wunderschönen Welt" und weitere Zufügungen,

- im Embolismus, besonders in der heutigen Zeit, um den Frieden zu Beten.

Und vor allen Dingen: gebe mir bitte mehr Demut und Gelassenheit, das zu ertragen.