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Freitag, 30. Dezember 2022

Dreikönigsbloggertreffen 2023

 Hiermit sei angekündigt, daß das traditionelle Dreikönigsbloggertreffen 2023 selbstverständlich wieder stattfinden wird. 

Am 6. Januar treffen wir uns wie immer erst zum Pontifikalamt im Hohen Dom zu Köln, danach wir Thomas in seiner erhabenen Art und Weise wieder den Anlaufpunkt auf der Domplatte vor dem 4711 Haus bilden. Dort nehmen wir ebenfalls wie gewöhnlich hoffentlich schon das erste Getränk zu uns.

Wer erst etwas später kommen kann soll zu Früh kommen, wo wir am üblichen Tische stehen werden.

Wer gar nicht kommen kann, soll sich hinterher nicht beschweren. Es gilt immer noch: "Es gibt keinen vernünftigen Grund am 6. Januar in einer andern Stadt als Köln zu sein!"

Der Dresscode wie immer:

Männer: Pullunder, Frauen: Wickelrock.

Auf Twitter gilt der Hashtag: #3kbt23

 Kommet zuhauf!



Samstag, 23. November 2019

Cappa Magna - Die Symbolik hinter dem "großen Cape"


Die Cappa Magna ist sehr gerne ein Streitobjekt über liturgischen Stil. Bei den ganzen Diskussionen wird allerdings sehr häufig viel zu viel Wert auf die äußerlichen Dinge gelegt (Prunk und Protz), aber die Bedeutung dieses Kleidungsstückes und seine Symbolik fast nie erwähnt. Das mag daran liegen, daß diese Punkte nicht Bekannt sind.

Zur dieser Frage gab es vor längerem einmal einen interessanten Artikel bei "New Liturgical Movement" mit einer Erklärung der Symbolik, die mir sehr gut gefällt:

http://www.newliturgicalmovement.org/2010/07/commentary-on-great-cape.html

"The capa magna does indeed represent the finery of the world, its power and prestige. That is why after his entrance wearing it, the prelate is publicly stripped of this finery and humbled before the congregation. Then, vestment by vestment, the bishop is clothed in the new man of which St. Paul speaks, including the baptismal alb, the dalmatic of charity, the stole of pardon and the chasuble of mercy. When finally clothed in Christ, the prelate makes a second entrance into the church to begin the eucharistic celebration in persona Christi, the visible head of the body, the church.

It was a clear statement that the power and prestige of the world have no place at the altar, but it is expressed in a liturgical ritual or symbol, which, unfortunately, are often lacking in the contemporary rites and thus hard to grasp."

Der wichtige Moment ist also nicht der prunkvolle Einzug mit weltlichem Gepränge, sondern der Moment, wenn die Cappa Magna abgelegt wird. 


Sonntag, 19. Februar 2017

Ministranten, die liturgisch etwas zu tragen haben - eine einfache Regel

Letztens in einer ungenannten Pfarrei:

Einzug mit 10 Ministranten.
4 Ministranten hatten die Dienste am Altar und nahmen die Plätze an den für sie bestimmten Sedilien ein.
Die anderen 6 Ministranten hatten schon zum Einzug Kerzen (Leuchter) in den Händen. Für sie gibt es im Altarraum keine Sedilien, so daß sie unten an den Stufen zum Altar stehen.

So weit, so normal.

Zur ersten Lesung allerdings drehten sich diese 6 Ministranten um und setzten sich auf die unterste Stufe (mitsamt der Leuchter in der Hand) und (Entschuldigung, mit fällt kein anderes Wort ein) glotzen während der Lesungen ins "Publikum". Ich hatte erwartet, daß sich diese Ministranten zu den Lesungen auf die unterste Stufe knien (so war es früher in der gleichen Gemeinde).

Vom ästhetischen Standpunkt gesehen wirkte es sehr störend und ablenkend. Würdig sah es auch nicht aus.

Desweiteren lassen sich die ca. 70 cm langen Leuchter (Beispielbild hier) nicht wirklich gut und schön zu beim Sitzen auf der untersten Treppenstufe halten. Stichwort: Rumgewackel.

Deshalb sei allen Ministranten (bzw. Liturgieverantwortlichen) eine einfache Regel ans Herz gelegt:


Wer was anderes als ein Gebetbuch in der Hand hat (z. B. Stab, Mitra, Weihrauchfaß, Schiffchen, Meßbuch, Kerzen) hat tunlichst nicht zu sitzen, auch wenn es alle anderen tun!


- Die angemessene Haltung wäre bei den Fackelträgern, wie oben schon erwähnt, auf der Stufe zu knien. Bei dieser Haltung blickt man als angenehmen Nebeneffekt auch in Richtung des Tabernakel (was immer besser ist als dem Herrn den Rücken zuzuwenden).
Als Kerzenträger war die einfache Regel früher bei uns: wenn das Volk sitzt, dann knien wir; außer zur Predigt, dann dürfen wir sitzen. Und wenn alle knien, dann knien wir auch.

- Stab- und Mitraträger (Signiferi) bei Pontifikalämtern stehen immer sobald sie die Insignien in Händen halten. Bei der Predigt (wenn der Bischof die Insignien hat) können sie sitzen. Auch beim Hochgebet stehen sie.

- Der Weihrauchdienst (Turiferar und Navicular) steht während des Wortgottesdienstes und kniet zum Hochgebet. Sie können sitzen, wenn Weihrauchfaß und Schiffchen zwischenzeitlich in der Sakristei deponiert werden (z. B. zur Predigt).

- Der Kreuzträger und die Träger von Bannern und Fahnen sitzen NIE, wenn sie Kreuz und Banner in den Händen halten. Gleiches gilt für die flankierende Begleitung auch wenn sie nichts trägt.

Ein kleiner Hinweis noch für Fahnenabordnungen zum Fronleichnamszug: Bei den Statio-Altären stellt man sich immer so auf, daß man zum eucharistischen Herrn guckt und ihm nicht den Rücken zuwendet.

Samstag, 10. Oktober 2015

Mein Fürbittbuch

Herr,

Bitte gebe dem Ortspastor meines Feriendomizils den Mut:

- die Worte "Evangelium" und "Jünger" zu sagen (statt "Frohe Botschaft" und "Freunde"),

- das Hochgebet so zu beten, wie unsere hl. Mutter Kirche es vorsieht, ohne Ausschmückungen wie "auf unserer wunderschönen Welt" und weitere Zufügungen,

- im Embolismus, besonders in der heutigen Zeit, um den Frieden zu Beten.

Und vor allen Dingen: gebe mir bitte mehr Demut und Gelassenheit, das zu ertragen.